spülmittel selber machen

Spülmittel selber machen: 2 einfache Rezepte für deine Küche

Du denkst darüber nach, dein Spülmittel selbst zu machen?
Viele fertige Spülmittel enthalten eine längere Liste an Inhaltsstoffen, Duftstoffen und Zusätzen. Wenn du es lieber einfach und übersichtlich magst, sind diese 2 Rezepte genau das Richtige für dich.
Mit Kernseife, Natron, Waschsoda und etwas Stärke kannst du dein Spülmittel mit wenigen Zutaten selbst herstellen – mild für jeden Tag oder mit höherer Reinigungskraft für fettige Töpfe und Pfannen.

Selbst gemachtes Spülmittel ist ein schönes DIY für alle, die ihren Haushalt Schritt für Schritt bewusster gestalten möchten. Die Zutaten sind überschaubar, die Zubereitung ist einfach und eine vorhandene Flasche lässt sich wunderbar weiterverwenden.

Außerdem kannst du dein Spülmittel genau an deinen Bedarf anpassen. Für den täglichen Abwasch reicht oft eine milde Mischung mit Kernseife und Natron. Bei fettigem Geschirr unterstützt Waschsoda zusätzlich.

Etwas Speisestärke sorgt dafür, dass beide Varianten schön gelartig werden. Dadurch lässt sich das Spülmittel angenehm dosieren und bleibt besser auf Schwamm oder Spülbürste.

spülmittel selber machen

Rezept 1: Mildes Spülmittel selber machen

Diese Variante eignet sich besonders gut für den täglichen Abwasch. Sie ist schnell angerührt und kommt mit wenigen Zutaten aus.

Zutaten für ca. 500 ml:

  • 20 g fein geriebene Kernseife
  • 450 ml Wasser
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Speisestärke
  • optional: 5–8 Tropfen ätherisches Orangen- oder Zitronenöl

So geht’s:

Erhitze zuerst etwa 400 ml Wasser. Gib anschließend die geriebene Kernseife hinein und rühre so lange, bis sie sich vollständig aufgelöst hat.

Währenddessen verrührst du die Speisestärke mit den übrigen 50 ml kaltem Wasser. Dadurch lässt sie sich später besonders gleichmäßig einarbeiten.

Gib die angerührte Stärke zur warmen Seifenlösung und rühre alles gut durch. Danach darf die Mischung etwas abkühlen.

Nun kommt das Natron dazu. Wenn du einen frischen Zitrusduft magst, kannst du zusätzlich einige Tropfen ätherisches Öl einrühren.

Anschließend lässt du das Spülmittel vollständig auskühlen. Danach kannst du es kurz mit einem Stabmixer pürieren. So wird die gelartige Mischung besonders fein und gleichmäßig. Zum Schluss in eine saubere Flasche oder einen Pumpspender füllen.

So wird das Spülmittel schön gelartig

Die endgültige Konsistenz zeigt sich meist erst nach einigen Stunden. Deshalb lohnt es sich, mit dem Nachjustieren etwas zu warten.

Wird das Spülmittel sehr fest, rührst du einfach nach und nach etwas warmes Wasser unter. Anschließend kannst du es noch einmal kurz pürieren. So erhältst du eine glatte, cremige Konsistenz.

Rezept 2: Spülmittel mit höherer Reinigungskraft

Nach dem Kochen warten manchmal fettige Pfannen, Töpfe oder Auflaufformen. Für solche Küchenarbeiten eignet sich diese Variante mit Waschsoda besonders gut.

Waschsoda ist stärker alkalisch als Natron und unterstützt deshalb beim Lösen von Fett und stärkeren Verschmutzungen.

Zutaten für ca. 500 ml:

  • 20–25 g fein geriebene Kernseife
  • 400 ml Wasser
  • 1 TL Waschsoda
  • ½ TL Natron
  • 1 TL Speisestärke
  • optional: 5–8 Tropfen ätherisches Orangenöl

So bereitest du das Spülmittel zu:

Erhitze das Wasser und löse die geriebene Kernseife darin vollständig auf.

Verrühre anschließend die Stärke mit einigen Esslöffeln kaltem Wasser. Gib sie dann unter Rühren zur warmen Seifenlösung und erwärme die Mischung kurz weiter, bis sie leicht andickt.

Danach lässt du alles etwas abkühlen. Nun rührst du Waschsoda und Natron ein.

Für einen frischen Duft kannst du zum Schluss optional einige Tropfen Orangenöl hinzufügen.

Nach dem vollständigen Auskühlen kannst du die Mischung für wenige Sekunden mit dem Stabmixer pürieren. Dadurch wird das Spülmittel besonders glatt und lässt sich später angenehm dosieren. Danach einfach in eine saubere Flasche füllen.

Mild oder kraftvoll – welches Spülmittel passt zu dir?

Für Teller, Besteck, Gläser und Tassen ist die milde Variante eine gute Wahl.

Wenn du häufig mit Öl oder anderen fetthaltigen Zutaten kochst, bietet die Mischung mit Waschsoda etwas mehr Reinigungskraft.

Praktisch ist auch, beide Varianten in kleineren Flaschen bereitzuhalten. So kannst du je nach Abwasch genau das passende Spülmittel verwenden.

Was machen die einzelnen Zutaten?

Jede Zutat hat in diesen Rezepten eine klare Aufgabe:

  • Kernseife bildet die Basis und unterstützt beim Lösen von Fett und Speiseresten.
  • Natron eignet sich für eine sanfte Reinigung und hilft bei Gerüchen.
  • Waschsoda verstärkt die Reinigungskraft bei fettigem Geschirr.
  • Speisestärke sorgt für eine cremige, gelartige Konsistenz.
  • Ätherisches Öl ist eine optionale Ergänzung und schenkt dem Spülmittel einen frischen Duft.

Praktische Tipps für dein DIY-Spülmittel

Selbst gemachte Spülmittel können je nach verwendeter Kernseife etwas unterschiedlich ausfallen. Deshalb ist es hilfreich, die Konsistenz nach dem vollständigen Abkühlen zu prüfen.

Für eine besonders feine Textur kannst du das Spülmittel anschließend kurz pürieren. Wenige Sekunden reichen meist aus. So wird die Mischung cremiger und angenehm gleichmäßig.

Vor der Anwendung kannst du die Flasche kurz schwenken. Dadurch verteilt sich die Mischung wieder schön gleichmäßig.

Für die Variante mit Waschsoda sind Haushaltshandschuhe besonders bei empfindlicher Haut eine angenehme Ergänzung. Bewahre dein Spülmittel außerdem gut beschriftet und außerhalb der Reichweite von Kindern auf.

Spülmittel selber machen und einfach ausprobieren

Wenn du Spülmittel selber machen möchtest, brauchst du dafür nur wenige Zutaten und etwas Zeit zum Abkühlen. Schon mit Kernseife, Natron, Waschsoda und Speisestärke entstehen zwei praktische Varianten für unterschiedliche Bedürfnisse.

Gerade deshalb eignet sich dieses DIY wunderbar zum Ausprobieren. Du kannst mit einer kleinen Menge starten, die Konsistenz anpassen und schnell herausfinden, welche Mischung am besten zu deinem Alltag passt.

Und jedes Mal, wenn du die Flasche am Spülbecken siehst, erinnert sie dich daran, wie einfach nachhaltige Routinen im Haushalt sein können.

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